
Der Peperbus, der berühmte Turm der St. Gertrudiskirche am Großen Markt, ist vielleicht das Wahrzeichen schlechthin von Bergen op Zoom. Wer die 183 Stufen nach oben steigt, wird mit einem wunderschönen Ausblick über die Stadt und die umliegende Landschaft belohnt. Vom Umgang aus sieht man nicht nur die historische Innenstadt, sondern auch, wie Bergen op Zoom am Rande von Brabant liegt, mit dem Zoommeer und der Oosterschelde in der Nähe.
Der Turm und die Kirche haben eine bewegte Geschichte. Im Jahr 1747 wurde Bergen op Zoom von französischen Truppen schwer beschossen, bevor diese die Stadt einnahmen. Kirche und Turm wurden dabei stark beschädigt. In den folgenden Jahren wurden sie wieder aufgebaut und erhielten das Aussehen, das wir heute kennen. Sind Sie neugierig, wie es vorher aussah? Im Markiezenhof steht ein Modell, das zeigt, wie die Kirche und die Peperbus (der Turm) vor 1747 aussahen.
Während des Aufstiegs gelangt man auf halbem Weg in das Turmzimmer. Hier dreht sich alles um Willebrord Snellius, einen berühmten Wissenschaftler vom Anfang des 17. Jahrhunderts. Er nutzte die Peperbus als Messpunkt für seine bahnbrechende Forschung zur Größe der Erde. Mithilfe von Triangulationsmessungen zwischen verschiedenen Orten in den Niederlanden gelang es ihm als Erster, den Erdumfang auf wissenschaftliche Weise zu berechnen. Dies tat er mit einem großen Messinstrument, einem sogenannten Quadranten, einem Viertelkreis mit einem Radius von mehr als zwei Metern.
Für das Fernsehprogramm Jekels Yacht Dieses Quadrant wurde nachgebaut und ist nun in der Turmkammer zu sehen. So entdecken Sie während Ihres Aufstiegs nicht nur die Aussicht, sondern auch ein Stück Weltgeschichte.
Für Öffnungszeiten der Peperbus sehen Stadtführer
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