
Fort de Roovere liegt inmitten der grünen Landschaft etwas außerhalb von Bergen op Zoom und ist ein besonderes Stück Militärgeschichte. Die Festung wurde 1628 in rasantem Tempo, in nur sechs Monaten, angelegt. Rund 4.000 Männer arbeiteten an drei Festungen, die zusammen eine Wasserlinie bildeten: Fort de Roovere, Moermont und Pinsen. Der Name De Roovere bezieht sich auf Pompejus de Roovere, den damaligen Bürgermeister von Bergen op Zoom, der zusammen mit den Provinzen Zeeland und Südholland die Anlage finanzierte, um die Stadt vor Feinden aus dem Osten zu schützen.
Fort de Roovere ist ein sogenanntes Erdwerk. Die hohen Wälle sind aus Erde aufgeschüttet, was die Festung damals schwer erkennbar und widerstandsfähig gegen Kanonenfeuer machte. Nur wichtige Gebäude, wie das Eingangstor, das Pulverhaus und die Wohnung des Kommandanten, waren aus Stein. Weiterhin gab es hölzerne Kasernen für die Soldaten, eine kleine Kirche, eine kleine Schule und Magazine.
Die Festung war Teil der West-Brabant-Wasserlinie, die zusammen mit anderen Verteidigungslinien die Zuider-Wasserlinie bildete. Obwohl die Festung mehrmals angegriffen wurde, verlor sie 1820 ihre militärische Funktion. Danach übernahm die Natur das Gelände langsam und Bauern nutzten das Land für Äcker und Weiden.
Im Jahr 2010 erhielt Fort de Roovere eine umfassende Renovierung. Die Gräben wurden wieder mit Wasser gefüllt und die Festung wurde wieder sichtbar gemacht, mit großem Respekt vor der inzwischen entstandenen Natur. Dazu kamen auch besondere neue Elemente wie die berühmte Mosesbrücke, die wie ein Schützengraben durch das Wasser führt, und der 35 Meter hohe Pompejus de Roovere-Aussichtsturm. Von der Spitze hat man einen wunderschönen Blick über das alte Überflutungsgebiet.
Das Gelände ist frei zugänglich und ideal für alle, die Erbe, Natur und moderne Architektur lieben.

Mosesbrücke
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