
Unmittelbar nach dem Einmarsch im Jahre 1940 richtete die Wehrmacht in den eroberten niederländischen Städten eine Ortskommandantur ein. Auch in Bergen op Zoom. Die Leitung lag in den Händen eines Ortskommandanten, eines lokalen Regelhüters.
Seine Rolle und die seiner Mitarbeiter ändern sich, als Seys-Inquart Ende Mai zum Reichskommissar für das besetzte niederländische Gebiet ernannt wird. Von diesem Zeitpunkt an beschränkt sich ihre Rolle auf die Überwachung der Ausführung der Einquartierung deutscher Soldaten durch die Gemeindeverwaltungen und die Beschlagnahme beweglicher und unbeweglicher Güter zugunsten der Wehrmacht und anderer in der Stadt ansässiger deutscher Institutionen.
Die militärische Aufsicht und Überwachung von von den Besatzern genutzten Gebäuden und andere Sicherheitsangelegenheiten oblag diesen Ortskommandant widmet.
In jeder Provinz wurden Beamte ernannt, die sogenannten Beauftragter en Referenten, die Aufsicht über die Provinz- und Gemeindeverwaltung, insbesondere die Überwachung der Einhaltung der deutschen Verordnungen durch die niederländischen Regierungsorganisationen.
In der Wehrmachtsorganisation erhält jede Ortskommandantur eine Nummer. Für Bergen op Zoom ist das 870.
(Quelle: Wehrmacht Lexikon. )
Dies wurde betriebsbereit Mitte 1940 und war somit an der Steenbergseweg ansässig. Für detailliertere Informationen verweisen wir auf das Lexikon.
Bei der Befreiung von Bergen op Zoom am 27. Oktober 1944 zogen kanadische Panzer und andere Militärfahrzeuge durch die Steenbergsestraat. An Nummer 27 war bis dahin die deutsche Ortskommandantur ansässig.
Wichtig ist, dass am Ende der Steenbergsestraat auf Höhe der Zoom die Kämpfe mit dem Besatzer noch einige Tage andauerten.
Die Fotos sind im Oktober 1944 aufgenommen, Fotograf: J.H.M. Weijts, Sammlung WestBrabantsArchief.
Die Fotos wurden am 10. September 2024 von Maarten van ‘t Hof gemacht.
(Aufgrund von Unterschieden in Kameratechnik, Linseneigenschaften usw. ist es nahezu unmöglich, die Fotos exakt übereinander zu legen.)
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